Wobei helfen Sie mir eigentlich?
Menschen kommen mit ganz unterschiedlichen Anliegen zu mir — Entscheidungen, die sich anfühlen wie ein Knoten, Beziehungen, die nicht so funktionieren wie gewünscht, oder einfach das Gefühl, festzustecken. Gemeinsam schauen wir, was Sie weiterbringt: eine neue Perspektive, mehr Klarheit oder ein konkreter nächster Schritt.
Was bedeutet „systemisch“ — und warum ist das wichtig für mich?
Systemisch bedeutet: Wir schauen nicht nur auf Sie allein, sondern auch auf das, was um Sie herum passiert — Ihre Beziehungen, Ihr Umfeld, Ihre Rolle darin. Oft steckt die Lösung nicht im Problem selbst, sondern im Zusammenspiel zwischen Gefühlen, Gedanken und Handlungen. Genau da setzen wir an.
Sagen Sie mir, was ich tun soll?
Nein. Ich gehe davon aus, dass Sie selbst am besten wissen, was gut für Sie ist — auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt. Meine Aufgabe ist nicht, Ihnen einfach Ratschläge zu geben, sondern mit Ihnen Ihr Anliegen zu klären, Ziele zu formulieren und Wege dorthin zu finden. Oft in kleinen, machbaren Schritten.
Erklären Sie mir auch, was da eigentlich passiert?
Wenn Sie möchten und es weiterhilft, gern. Vieles wird leichter, sobald man es einordnen kann: warum Streit bestimmten Mustern folgt, was Stress im Körper auslöst, welche Entwicklungsschritte hinter dem Verhalten eines Kindes stehen. Manchmal entlastet allein das Verstehen — zu erkennen, dass eine Reaktion nachvollziehbar ist und nicht bedeutet, dass mit einem etwas nicht stimmt.
Diagnosen stelle ich nicht. Ich teile, was ich weiß — unterstützend, nicht bestimmend. Die Entscheidung bleibt bei Ihnen.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Das lässt sich vorher nicht genau sagen — und das ist so gewollt. Manchmal reicht ein einziges Gespräch, um etwas ins Rollen zu bringen. Oft genügen drei bis fünf Sitzungen. Wenn Sie möchten, sprechen wir nach der ersten Sitzung darüber, was sinnvoll sein könnte. Kein langer Therapievertrag, keine Verpflichtung.
Was bedeutet „lösungsfokussiert“ — schauen wir uns das Problem gar nicht an?
Doch — aber wir verbringen nicht die ganze Zeit damit. Im lösungsfokussierten Ansatz interessiert mich vor allem: Was soll anders sein? Was funktioniert bereits, auch wenn es klein ist? Wo gibt es schon Ausnahmen vom Problem? So kommen wir schneller zu dem, was Sie eigentlich wollen, anstatt uns lange in dem aufzuhalten, was nicht funktioniert.
Was ist der „strategische“ Ansatz?
Paul Watzlawick hat einmal sinngemäß gesagt: Manchmal ist die Art, wie wir ein Problem zu lösen versuchen, selbst das Problem. Wir tun mehr vom Selben — und wundern uns, warum sich nichts ändert.
Der strategische Ansatz schaut genau darauf: Welche Logik steckt hinter dem Problem? Was hält es am Laufen? Oft ist es nicht das Problem selbst, das festhält, sondern die Lösung, die wir immer wieder versuchen. Wenn wir diese Logik verstehen, können wir sie gezielt unterbrechen — manchmal mit überraschend wenig Aufwand.
Bleiben Sie auf dem Laufenden?
Ja — ich bilde mich regelmäßig weiter, tausche mich mit Kolleginnen und Kollegen aus und reflektiere meine eigene Arbeit unter fachkundiger Begleitung (Supervision). Das gehört für mich zum Handwerk.